Sätechnik

Die wichtigsten Grundkenntnisse

Der Aufbau eines Säkastens:

Am besten ist ein vertrautes Säsystem zu verwenden, das möglichst einfach ist. Zu beachten ist, dass nicht alle Dosiereinheiten mit Dinkel zurecht kommen, wenn dieser nicht sehr gut gereinigt worden ist.

Die Anzahl der Abläufe sollte so gewählt werden, dass die vier Schlauchaufnahmen pro Säelement Verwendung finden, um auch bei größeren Volumen (Dinkel/Ackerbohnen) die entsprechenden Aussaatmenge zu erreichen. Bei den meisten mechanischen Säkästen sollten mind. 3 Abläufe pro Säelement vorhanden sein. Dies ergibt auch eine bessere Saatgutverteilung.

Räder, Spuranzeiger, Striegel und natürlich die Scharen werden nicht mehr benötigt.

In diesem Fall wurde ein Säantrieb von einem Zwischenfruchtsäsystem angepasst. Wichtig ist dabei, dass das Sporenrad an der Flanke der jeweiligen Dammbreite laufen kann. Im Dammtal würden zurückrollende Kluten eine zu unruhige Lauffläche ergeben b.z.w. könnte ein auf dem lockeren Damm laufendes Sporenrad die exakte Saatablage verändern. Daher unbedingt bei verschiedenen Dammbreiten (45/60/90 oder 50/75) eine Umstellmöglichkeit (Verschub), wie hier am Bild zu sehen ist, schaffen. Auch der Abstand hinter den Grindeln soll gut 50cm betragen, damit es zu keinen Verstopfungen, auch bei großen org. Massen, kommen kann.

Es gibt auch gebrauchte Sämaschinen am Markt, wie im Bild z.B. die Fiona, die bereits einen Antrieb haben der verwendet werden kann.

Wenn der Rahmen auch für die Grundbodenbearbeitung oder zum Hacken verwendet wird, ist ein schnelles und einfaches Ab- und Ankuppeln des Säkastens ist von Vorteil, um Rüstzeiten kurz zu halten (z.B. Schlepperdreieck wie im Bild). Auch auf die Sicherheit ist zu achten, daher großzügige Stützen.

Damit der Oberlenker beim An/Abkuppeln nicht zu kurz wird, ist es von Vorteil, wenn der Säkasten im abgestellten Zustand nach vorne geneigt ist (siehe 2. Bild).

Eine einfache Möglichkeit ist aber auch, direkt von einem Sporenrad  aus, mit einem Kettenkasten, eine Verbindung zur Antriebsachse des Säkastens zu machen. 

eine andere weitere

Verwendung eines Stützrads

Eine andere Möglichkeit ist über das Stützrad mit einer Zapfwelle eine Verbindung zum Getriebe zu legen.

Hier bei einem 50/75er System, wo die Stützräder nach innen montiert sind.

Beim 45/60/90er System sind die Stützräder aber nach außen gestellt, damit der Rahmen ruhiger läuft. Hier kann eine wie im Bild ersichtliche Achse eines Mercedes zum Einsatz kommen.

Bei der Saat können aber auch 4 Stützräder zum Einsatz kommen, was vor allem im Seitenhang Vorteile bringen kann.

Wichtig ist, dass dann die Stützräder mit einem Abstreifer versehen werden, weil natürlich angelegte Erde den Umfang verändern würde.

Hier ist  auch die Möglichkeit einer Verschubtechnik gemacht worden, um z.B. Zwischenfrüchte weiter hinten einzusäen, dies kann aber auch mit längeren Schläuchen erfolgen.

Zugleich sind die Verschubteile Stützen bei abmontiertem Säkasten.

einfacher Antrieb für den Säkasten über eine Zapfwelle, Bild links für 50/75 System, und rechts für 45erDämme, bei dem das Stützrad nach außen gedreht montiert wird, und der Durchtrieb von einer Mercedesachse adaptiert wurde.
Eine weitere einfache Möglichkeit für einen Antrieb: Links eine Drillmaschine und beim rechten Bild wird eine mechanische Einzelkornsämaschine angetrieben. Mais liebt es aber später gut angehäufelt zu werden, daher besser auf 60er Damm. Soja macht auch am 60 Damm wesentlich schneller in der Reihe zu, und setzt die ersten Schoten wesentlich höher an...
Die Lely ist vom Antrieb her, wesentlich einfacher aufzubauen als die Accord.
Beim APV-Säkasten kann die Aussaatmenge über die Traktorelektronik/Geschwindigkeitgesteuert werden. Auch die Anzahl der acht Abgänge passt sehr gut zum 45er System. ...Bilder bitte anklicken

Die Einzelkornsaat z.B.: Mais, Soja

Gerade bei der Einzelkonsaat ist die exakte Ablage sehr wichtig, da ja auch in der Reihe keine so dichte Saat liegt, um Beikräuter zu verdrängen.

Umso wichtiger ist es, auch in der Reihe zu hacken. Dies wird dadurch erreicht, dass die Kornablage doch um einiges tiefer statt findet, es keine schneidenden Hackwerkeuge gibt, und die Erde über dem Saatgut verschoben werden kann, siehe Videos.

Das kann nur dadurch funktionieren, wenn bei der Saat die Säelemente kein seitliches Spiel haben und dabei zu gleich die Rillen (Schienen) für das Hackgerät gelegt werden.

Daher ist es auch notwendig die Einzelkornsämaschinen etwas zu adaptieren.

vier Stützräder sind vor allem im Seitenhang sehr gut, oder wenn der Boden noch nicht wirklich gut abgesetzt ist...
Wenn der Seitenhang zu steil wird haben Geniale auch seitlich eine Möglichkeit gefunden, Stützräder zu montieren...
Bitte auf Bilder klicken um mehr zu sehen.

Wie am Bild ersichtlich, wird ein zusätzliches Formrohr mit Taschen (von der Familie Turiel erhältlich) hinter dem Gerät montiert, dass sowohl mit Grindel als auch mit Stützrädern versehen werden kann. Zu beachten ist auch, dass das Teleskoprohr für die Stützräder an

der gleichen Stelle montiert wird wie beim Hackrahmen, damit auch die Kettenschleppe montiert werden kann. Flexibler ist man, wenn statt den gebogenen Grindel die geraden verwendet werden können, da doch

wesentlich mehr Höhenverstellmöglichkeiten bei den geraden Grindel besteht. Also besser den Querbalken etwas weiter hinten platzieren.

Die Stützräder sind deshalb so wichtig, da die Grindel eine große Einzugsenergie bei festen Boden entwickeln können, was für die vorhandenen normalen Stützräder zur Überlastung führen kann.

Bei dem Video wurden die Dämme bereits vorgezogen, um im Vorfeld eine bessere Bodenerwärmung zu erzielen. Auch die Keimung von Beikräutern wird dadurch angeregt, um bei der Saat, meist noch im Weißfadenstadium, eliminiert zu werden. 

Achtung: In den vorgezogenen Dämmen führt sich der Traktor praktisch von selbst (auch ohne GPS), es wird aber nicht empfohlen wie hier vorm Traktor während der Fahrt abzuspringen!

Bei den verschiedenen Einstellungen ist es wichtig sich Zeit zu nehmen, und diese am besten zu zweit durchzuführen.

Eine weitere Möglichkeit besteht auch darin, die Einzelkornsäelemente auf den richtigen Abstand zu verschieben und einen Rahmen so zu konstruieren, dass die Einzelkornsämaschine eingehängt wird, ohne an ihr etwas zu verändern.

Dammkultur nach Julian Turiel
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traditionelle Dammkultur

Julian Turiel

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