Grundbodenbearbeitung

Einstellmöglichkeiten zur Grundbodenarbeitung

EINSTELLUNGSMÖGLICHKEITEN  ZUR GRUNDBODENBEARBEITUNG

Solange sich Ernterückstände für längere Zeit durch Luftabschluss so im Boden befinden, ist der Boden in einem Ausnahmezustand, zumindest ackerbaulich betrachtet.

Nach Waldrodungen ist es durchaus erwünscht, dass diverse Pflanzen die Massen an organischer Substanz im Boden wieder auflösen. Vorwiegend Ampfer und Diestel können am Acker von solchen reduzierten Zonen profitieren.

Daher ist es wichtig, bei geeignetem trockenem Zustand den Boden zu belüften, und eventuelle Verdichtungen in Form von Kluten nach oben zu bringen.

Kommen keine Kluten nach oben, ist es meist zu feucht. Dies würde dann nur eine weitere Verdichtung bewirken, die unbedingt zu vermeiden ist. 

Nur hier können die Kluten vollkommen austrocknen, um durch Schwundrisse auch wieder Feinporen entstehen zu lassen, die dann durch Bakterien wieder in eine krümelige Struktur übergeführt werden können.

Eine mechanische Zerkleinerung würde vom Traktor aus betrachtet auch ein befriedigendes Bild ergeben, allerdings würde es nur leblose Feinerde (kantige Struktur) sein, die erosionsanfällig ist, und beim nächsten Starkregen sich im Unterboden befindet. Ähnlich dem Schotterstraßenbau, wo die Feinteile mit Wasser so weit verwaschen werden, dass diese eine Dichtlagerung ergeben und beim Austrocknen hart wird.

Einstellung beim 45/60/90er System:
In der vorderen Reihe werden 4 gerade Grindel montiert und in der hinteren
5 gebogene. Grundsätzlich laufen die vorderen Grindel in der "normalen" Grubbertiefe, also 10 - 15cm tief (benötigen daher keine Steinsicherung). 
Wenn Verstopfungsgefahr besteht, wird das oberste Loch für den Splint verwendet, um einen möglichst großen Durchgang zu erreichen. Grundsätzlich wird aber das unterste Loch verwendet,  damit der Unterlenker zum Traktor noch oben steigt, und den Boden nach oben hebt.
Die hinteren Grindel können dann schon je nach Traktorleistung bis in/unter die Pflugsole geführt werden.
Erlaubt es die Traktorleistung nicht auf 3,6m zu arbeiten, ist es natürlich vorteilhaft die äußeren Grindel zu entfernen, um eine Arbeitsgeschwindigkeit von 3 - 7 km/h zu erreichen.
Bei höherer Geschwindigkeit steigt der Widerstand dann exponentiell an, weil der Boden keine Zeit mehr hat, an den nat. Bruchstellen zu brechen. Es entstehen auch wieder unnötige Verdichtungen die leicht zu vermeiden sind.

​Dämmeziehen/Begrünungsanbau:

Hier wird der Damm bereits mit der vorderen Grindelreihe mit Pattel vorgehäufelt und mit der hinteren gebogenen Grindelreihe, mit den großen Häufelkörper, der Damm gezogen. Also: vorne 5 u. hinten ebenfalls 5 Grindel.

Die obersten Drähte der Häufelkörper können mit einem Rohr so gebogen werden, dass möglichst geschlossene Dämme entstehen. Die Drähte können aber auch verschmälert werden, wenn Verstopfungsgefahr besteht.

Beim Dämmeziehen kann auch eine Kettenwalze Verwendung finden...muss aber nicht.

Sehr wichtig ist, dass die Dämme schon im richtigen Abstand beim Anschlussfahren angelegt werden. Besser ist es, etwas mehr Abstand zu lassen als zu überlappen.

Gut eineinhalb bis zweieinhalb Wochen vor der Saat der Hauptkultur soll dafür gesorgt werden, dass der Boden frei von lebendigen Pflanzen, deren Ausscheidungen und Verrottungsprozessen wird.

Dafür eignet sich das Umhüglen sehr gut. Beim Umhügeln wird der Damm so versetzt, dass der bestehende Damm gespalten und wo das Tal war, der neue Damm gebildet wird.

Die erste Reihe wird mit 3 Grindeln mit Breitschare bestückt, welche genau hinter der Traktorspur sind u. eines in der Mitte. Die hintere Reihe wird mit 4 gebogenen Grindeln bestückt, welche genau mittig im alten Damm laufen und diesen spalten bzw mit dem eingehängten Häufelkörper den neuen Damm formen. Es werden also in Summe drei ganze neue Dämme gebildet, und außen jeweils ein halber.

Zur besseren Einarbeitung der org. Masse kann noch ein weiteres Grindel zum Kronenräumen eingesetzt werden. Bei Verstopfungsgefahr und zu großen Pflanzen kann auch wie hier eine schwere Kette dazu verwendet werden die Pflanzen nieder zu ziehen, um sie besser einzuarbeiten.

In diesem Beispiel wurde die Begrünung viel zu groß!  

Es konnte aber nicht früher umgebrochen werden, weil es in diesem Frühjahr immer zu nass war.

Optimal:

nach der Getreideernte so bald als möglich Dämme zu ziehen, und zu gleich eine Begrünung zu säen. Dabei kann auch noch Stroh an der Oberfläche zu sehen sein.

Die Begrünung wie hier aus Winterraps (20kg/ha) bei einer Wuchshöhe von höchstens 20-25 cm bereits einzuarbeiten. Dies ist zugleich eine weitere Beikrautkur, da durch die hohe innere Oberfläche auch jede menge an Beikräutern aufgelaufen sind.

Nach dem die eingearbeitete Begrünung im Damm verrottet ist und der Boden wieder gut nach Waldboden riecht kann die nächste Hauptkulur gesät werden.

Dammkultur nach Julian Turiel
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traditionelle Dammkultur

Julian Turiel

Sander-Bruch-Str. 113 | 33104 Paderborn Deutschland

Mobiltelefon: 00 49 160 966 297 81

nach Rücksprache auch per e-Mail

dammkultur@gmail.com

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