Getreidesaat

Die Saat am 45er, 50er und 60er Damm

Der Häufelpflug sät dabei auf 8 - 45er Dämmen, also 4 Dämme zwischen der Achse und 2 jeweils links und rechts von der Traktorspur. Es werden dazu 18 Grindel benötigt, in der ersten Reihe 9 gerade und hinten in der geichen Höhe 9 gebogene Grindel, die in einer ca. 45° Stellung eingehängt und natürlich mit den Schrauben fixiert werden.

Wenn der Boden flach ist, sind alle Grindel auf die gleiche Höhe gestellt, bis auf die, die hinter dem Traktorrad laufen. Diese sind so einzustellen, dass die vom Traktorrad niedergedrückte Erde wieder in etwa das gleiche Niveau erreicht um gleichmäßige Dämme zu erhalten.

Liegen 90er Dämme vor, so sind die Grindel die im Damm laufen so tief zu stellen, dass sie wenn möglich, festen Boden erreichen um einen möglichst guten Spalteffekt zu erzielen. Die äußeren Grindel sind in der Regel um ein bis zwei Löcher höher gestellt (Grenzsteine, Wurzel...).

Als nächstes folgen die Säscharen, die in etwa in der Mitte zwischen vorderen und hinteren Grindel montiert werden. Das Getreide wird zwischen 5 und 8 cm abgelegt, nach dem es vom hinteren Schar wieder eingehäufelt wurde. Bei Wintergetreidefrühsaat eher um 8 cm und je später gesät wird um so seichter. Bei Frühjahrskulturen umgekehrt.

Bei den hinteren Grindel die schräg eingehängt werden, kommt der Splint in das Langloch der Halterung. Die Stützräder sind so tief einzustellen, dass die Gebogenen Grindel von hinten betrachtet gerade noch das Ende des Rundeisens zu sehen ist, auf welchem das Schar montiert ist.

Zusätzlich können auch auf den hinteren Grindel spezielle Häufelkörper montiert werden um höhere Dämme zu bekommen. Sollte aber sehr

viel org. Substanz oder große Kluten

vorhanden sein können diese

verstopfen. Meist liegt es daran, dass die

Rotteprozesse und Gareprozesse noch

nicht abgeschlossen sind, und eigentlich

eine Saat noch zu früh ist.

Die Kettenschleppe wird zum abräumen
von Kluten in der Saatreihe eingesetzt und
der Damm abgerundet. So ergibt sich eine
gleichmäßigere Ablagetiefe und mehr
Feinerde kommt zur Saatreihe.
 
Sie soll natürlich nur so seicht eingesetzt
werde, dass der Damm gut erhalten
bleibt. Beim nächsten Regen setzt sich
dann das Tal noch weiter ab und der Damm kommt wieder besser hervor.
Eine Hackrahmen mit neun Grindel oder noch besser die Kettnewaltze auf der Fronthydraulik, machen einen noch bessere Arbeit was die Kluten und die Feinerde im Sähorizont angeht. Wenn viel organisches Material vorhanden ist, wird diese auch im Vorfeld schon ausgerichtet und verringert die Gefahr der Verstopfung. Auch das Anschlußfahren  wird erleichtert.
Der 50er Damm ist grundsätzlich ähnlich wie der 45er Damm, allerdings gibt es hier 3 Möglichkeiten die hinteren Grindel zu montieren:
  1. wie oben beschrieben, die hinteren Grindel schräg einstecken und die 45er Häufelkörper (siehe Bild) verwenden.
  2. die hinteren Grindel senkrecht montieren und die 50er Drahthäufelkörper verwenden
  3. es kann aber auch mit Hackelementen mit Rauteblechen/Pattel gearbeitet werden.

 

Eine kleine Hilfe zum genauen Abstandhalten in Front ist von Vorteil. Sehr gut gelöst ist auch der einfache gut durchdachte selbst gebaute Antrieb für die Sämaschine, der auch für den 60er Damm seitlich verschoben werden kann.

eine andere weitere

Die Aussaat von Getreide:

Der gurndsätzliche Unterschied zwischen Flachanbau u. Dammsaat besteht darin, dass hier im ganzen Sysem keine Rückferfestigung stattfindet.

Da mit lockerer Erde gearbeitet wird kann grundsätzlich meist doppelt so tief gesät werden als üblich. Dadurch könnte man meinen die Saat liegt im Trockenenen, es wird sich aber in kürzester Zeit ein sogenannter Kamineffekt einstellen, der das Wasser zur Dammmitte und nach oben leitet, wo die Saat liegt, wenn der Boden eine entsprechende Gare hat. Grundsätzlich gilt aber, je später in den Herbst

Durch die Lockerbodenwirtschaft die bereits zuvor stattgefunden hat, ist mit einem wesentlich höheren Bakterienanteil im Boden zu rechnen als bei normalen Systemen. Dies wird durch einen wesentlich bessere Sauerstoffzufur durch die Flanken erreicht.

Nach Mais sollte grundsätzlich kein Getreide mehr folgen, da die org. Masse ja erst verdaut werden muss. Nur in Ausnahmefällen, wenn der Boden in einem sehr guten Zustand ist, und die Umstände eine gute Rotte des Strohes erlauben, kann es bei entsprechenden trockenem Boden, im Spätherbst, noch funktionieren. Als Nachfrucht eignen sich hingegen besonders gut Körnerleguminosen (Ackerbohne, Erbse, Soja...).

Beim 60er Damm ist es sinnvoll, dass der Damm vor der Saat bereits gezogen ist. Es kann entweder auf 5x 60er Dämme also auf 3m Arbeitsbreite, oder 7x 60er Dämme also 4,20m gesät/gehackt werden.

Grundsätzlich können dabei die etwas breiteren Säschare verwendet werden vor allem bei Getreide. Aber auch hier können die Samen mit dem schmalen Schar exakt auf 1cm platziert werden zB. Feinsämereien oder Gemüse.

Je nach dem wie tief das Saatgut abgelegt werden soll, können bei seichter Ablage die Häufelkörper auf die vorderen Gindel montiert werden, danach das Saatgut auf die entsprechende Tiefe und mit der Kettenschleppe oder Pattel mit Erde zugedeckt werden, wenn nicht genug Erde auf dem Saatgut liegen sollte.

Bei zB. Ackerbohne werden auf die vorderen Grindel keine Werkzeuge montiert, sie werden im vorgezogenem Tal nur dazu verwendet um die Führungsrille in zwei Tiefen zu machen um keine großen Kluten mehr zu produzieren.

Als nächstes kommt das Säelement welches das Saatgut ablegt, aber auch den Damm ganz schön abräumt. Daher auf die Hinteren Grindel, die etwas tiefer als die Vorderen laufen, die 60er Häufelkörper.

Um Kluten die sich dann noch manchmal genau mittig am Damm platzieren zu entfernen kann auch hier die Kettenschleppe gute Dienste leisten.

Die Kettenschleppe kann den Boden wenn er bereits sehr fein ist, zu fein machen und bei anschließenden Regen zu Verkrustungen führen, also nur so einstellen das die Kluten entfernt werden wenn welche da sind.

Diese Einstellungsmöglichkeiten können je nach Fruchtart, Bodenzustand und Jahreszeit variiert werden.

Dammkultur nach Julian Turiel
  • Facebook
  • YouTube
  • Instagram
traditionelle Dammkultur

Julian Turiel

Sander-Bruch-Str. 113 | 33104 Paderborn Deutschland

00 49 160 966 297 81 

nach Rücksprache auch per e-Mail

dammkultur@gmail.com

UID NR: DE215737176

F

© 2019 feinripp