Feinsämereien in der traditionellen Dammkultur

Vorbereitung, Saat und Pflege

Die Vorbereitung beginnt mit dem Ziel  bei der Aussaat einen durchgängig garen Damm zu haben, bei dem bereits die meisten Beikrautsamen vorzeitig gekeimt beziehungsweise entfernt sind.

Es können dadurch auch mehrere Überfahrten vor der Saat nötig sein. Wichtig dabei ist, dass immer trocken gearbeitet, der Kern erhalten und vor Bearbeitungspausen immer ein Damm vorhanden ist.

Aber Vorsicht, je nach dem wie viel der Boden verträgt!

Diese Dammpflege kann natürlich eine besondere Belastung für den Boden bedeuten und deswegen muss man dafür sorgen, dass der Boden anschließend wieder aufgebaut wird (Zwischenfrucht und aufbauende Nachfrucht).

So kann es auf Dauer nicht funktionieren, wenn nach Karotten und Zwiebeln Zuckerrüben folgen, weil es einfach finanziell verlockend ist, auch wenn es im Moment funktioniert!

Selbstverständlich ist es wichtig finanziell zu überleben, aber der Boden muss auch überleben können ...und wer nicht darauf achtet den Boden aufzubauen, wird so sein Ziel nicht erreichen.

Beispiel: vor dem Winter schon begrünte Dämme sollten für früh zu säende Sämereien schon zuvor im Herbst umgebrochen werden. Achtung! Es kommt nicht auf die oberirdische sondern auf die unterirdische Wurzelmasse an.

Viel oberirdische organische Masse, ist sehr oft der Grund eines Misserfolges!

Bei den leicht begrünten, aber auch unbegrünten, Dämmen könnte als erstes eine Lockerung erfolgen und zugleich der Damm wieder an der gleichen Stelle zurückgehäufelt werden. Das bewirkt eine Belebung des Bodens (Gareentwicklung, Erwärmung) und regt die erste Beikrautsamenkeimung an.

Darauf folgende Dammpflegearbeiten, als Vorbereitung für die Feinsämereien, werden mit dem Kronenräumer (Schleppe) oder den Hackelementen und dem Häufelkörper durchgeführt. Dabei wird der Damm bis kurz vor dem Saathorizont abgeräumt und gleichzeitig mit dem Häufelkörper wieder mit der lockeren Erde wieder zugedeckt. So erreicht man, dass die Kapillaren bis zum Saathorizont aufgebaut bleiben und der Damm vor Austrocknung geschützt ist. Dadurch schafft man eine perfekte Voraussetzung, sodass fast alle Unkräuter zum Keimen gebracht werden.

Dann folgt die Saat. Bei Schnellkeimern wird es kaum möglich seine eine Blindpflege durchzuführen. Bei den langsam keimenden Sämereien kann man (durch das wie gewöhnlich tiefere Säen) eine Blindpflege durchführen. Dabei wird erst mit den Hackdrähten und anschließenden mit der Kettenschleppe der Damm abgeschleift. Hier werden die normalen Hackdrähte verwendet. Solange die Pflanzen klein sind, werden die dünneren Hackdrähte bevorzugt. Später können dann wieder die normalen bzw. die mit einem Blech versehenen Drähte angewendet werden.

Vor der Ernte kann mit Untersaaten gearbeitet werden, um eine bessere Befahrbarkeit/Bodenschonung zu erzielen. Da es manchmal notwendig ist die Ernte witterungsunabhängig durchzuführen.

Dammkultur nach Julian Turiel
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traditionelle Dammkultur

Julian Turiel

Sander-Bruch-Str. 113 | 33104 Paderborn Deutschland

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nach Rücksprache auch per e-Mail

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