Begrünungsumbruch

Gut eineinhalb bis zweieinhalb Wochen vor der Saat der Hauptkultur sollte dafür gesorgt werden, dass der Boden frei von lebendigen Pflanzen, deren Ausscheidungen und Verrottungsprozessen wird.

Dafür eignet sich das Umhügeln sehr gut. Beim Umhügeln wird der Damm so versetzt, dass der bestehende Damm gespalten und wo das Tal war, der neue gebildet wird.

Die erste Reihe wird mit 3 Grindel mit Breitschare bestückt, welche genau hinter der Traktorspur sind u. eines in der Mitte. Die hintere Reihe wird mit 4 gebogenen Grindel bestückt, welche genau mittig im alten Damm laufen, und diesen spalten bzw mit dem eingehängten Häufelkörper den neuen Damm bilden. Es werden also in Summe drei ganze neue Dämme gebildet und außen jeweils ein halber.

Zur besseren Einarbeitung der org. Masse kann noch ein weiteres Grindel zum Kronenräumen eingesetzt werden. Bei Verstopfungsgefahr und zu großen Pflanzen kann auch wie hier eine schwere Kette dazu verwendet werden die Pflanzen nieder zu ziehen, um sie besser einzuarbeiten.

In diesem Beispiel wurde die Begrünung viel zu groß!  

Es konnte aber nicht früher umgebrochen werden, weil es in diesem Frühjahr immer zu nass war.

Optimal 

nach der Getreideernte so bald als möglich Dämme zu ziehen und zu gleich eine Begrünung zu säen. Wenn dies in einer Überfahrt möglich ist, so sind dabei Breitschare von Vorteil, da sie zur 90er Dammbildung mehr Erde lockern. Dabei kann auch noch Stroh an der Oberfläche zu sehen sein.

Wichtig ist, die Begrünung wie hier aus Winterraps (20kg/ha) bei einer Wuchshöhe von höchstens 20-25 cm bereits einzuarbeiten. Dies ist zugleich eine weitere Beikrautkur, da durch die hohe innere Oberfläche auch jede Menge an Beikräutern aufgelaufen sind.

Nachdem die eingearbeitete Begrünung im Damm verrottet ist und der Boden wieder gut nach Waldboden riecht, kann die nächste Hauptkultur gesät werden.

Umhügeln von 90er auf 60er Dämme:

Bei der Neubildung von 60er Dämmen (z.B. Mais, Soja u.s.w.) gilt es zuerst die 90er Dämme flach zu machen und die 60er neu aufzusetzen.

Dies kann auch in einer Überfahrt stattfinden, indem mit einem Traktor mit mindestens 110PS in Front mit dem Hackrahmen der 90er Damm flach gemacht wird und im Heck mit dem Multifunktionsrahmen sechs 60er Dämme neu gezogen werden.

Wichtig dabei ist, dass der Hackrahmen in Front genau geführt wird und zwar mit den Stützrädern, die im Tal in der Traktorspur laufen.

Vier Grindel laufen genau im Damm und spalten dann die vier 90er Dämme, an denen Hackelemente mit Drähten oder noch besser mit kurzen Pattln montiert sind.

Am Multifunktionsrahmen im Heck kann mit der ersten Reihe gerader Grindel noch einmal eine Einebnung mit Drähten erfolgen.

Die gebogenen Grindel in der letzten Reihe, mit den 60er Häufelkörpern, sind dann so eingestellt, dass zwischen der Traktorspur drei 60er Dämme und außerhalb der Spur jeweils eineinhalb neue 60er Dämme gebildet werden.

Bei der nächsten Überfahrt (Simulationshacke oder Saat u.s.w.) werden dann natürlich immer nur 5 Dämme bearbeitet, dann auf jeden Fall schon mit den Pflegerädern.

Stützräder
gerade Grindel mit Hackelementen
...sollte sich der Multifunktionsrahmen im Heck  nicht gut führen, so kann an den gebogenen Grindel, die hinter der Traktorspur laufen, die Breitschare montiert werden.
Dammkultur nach Julian Turiel
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traditionelle Dammkultur

Julian Turiel

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