Der Häufelpflug

In der Anschaffung kostet das Pflugsystem nur etwa die Hälfte eines Systems für die konventionelle Landwirtschaft. Der Vorteil: Mit einem System kann sowohl Gemüse- als auch Ackerbau betrieben werden. Die Kosten für Handarbeit und die Jätkosten können dank des Systems auf 1/3 reduziert werden, während die Erträge teilweise verdreifacht werde. 

Aufbau 

Front- & Heckanbau möglich (3,60 m Breite)

 

 

 

Grindelarm

(verstellbare Tiefe, Werkzeughalter für Dammformer, Hackdrähte usw.)

 

 

 

Hackdrähte

Durch die Bearbeitung mit den Drähten wird der Boden weniger verdichtet, es entsteht weniger Druck und Verdichtung, der Boden wird belüftet. 

 

auswechselbare Schar

WUSSTEN SIE DASS...

Auch große Anbauflächen für den Häufelpflug kein Problem sind? Flächen bis zu 800 ha
werden bereits auf diese Weise bearbeitet!

 

Bei einer Umstellung auf den Häufelpflug nach der Bodenlockerung  und der Zwischensaat bereits im Herbst wieder mit dem Anbau von  Getreide begonnen werden kann?  

 

Im Moment bereits mehr als 300 Geräte dieser Art im Einsatz sind? 

Geschichte des Häufelpfluges

1/6

Der Pflanzenbau auf Dämmen hat in Nord-West-Spanien über 800 Jahre Tradition. Die Wurzeln gehen in die uralte persische Zeit zurück.

Bis etwa 1970 gab es nur den einscharigen Häufelpflug, von Pferd, Muli oder Kuh gezogen. Im norddeutschen Raum war dieser Pflugtyp übrigens unter dem Namen „Mecklenburger Haken“ noch 1920 im Einsatz.

 

Version 2002 - Nach der ersten Erprobungsphase in Endeholz konzentrierte sich der Einsatz auf Betriebe mit ernsten Bodenproblemen. Die Wurzelunkräuter standen im Vordergrund und der Häufelpflug erwies seine große Schlagkraft im Beseitigen dieser zwar natürlichen, aber viel zu langsamen Bodenverbesserer. Ich entwickelte die Drahtseilmethode zur Distelregulierung und fand die Vorgehensweise zum fast vollständigen mechanischen Beseitigen der Quecken.

 

Die Zusammenarbeit mit Günther Graf Finkenstein in Brodowin sowie mit Dr. Gotthard Stielow in Endeholz brachte mir wesentliche Einsichten, wofür ich sehr dankbar bin.

 

Die ständigen Verbesserungen führten im Jahr 2002 zur Serienreife meines Häufelpfluges mit 90 cm Dammabstand und zur Praxisreife auf allen Bodenarten. Der Pflug für die Grundbodenbearbeitung war fertig, mit und ohne Steinsicherung.

Beim Ackerbau unter Bäumen wird das Laub eingehäufelt und trägt zur Humusbildung bei. Vorher haben Schafe geweidet, Stroh, Stoppel, den eigenen Dung in die Furchen getreten.

Ab etwa 1970 wurde die Dammkultur in meiner Heimat von der industrialisierten Landwirtschaft weitgehend verdrängt. Das flache Ackern führte zum Zusammenbruch des früher so hohen Bodenlebens. Das war mir (schmerzlicher) Anlass, die Technik des Dammsystems auf einen modernen Stand zu bringen. So entstand über einen Zeitraum von rund 25 Jahren der Häufelpflug für den Traktor.

 

Seitdem ergänzte und verfeinerte ich das Pflugsystem um die Technik zur Dammpflege und zur Aussaat. Insbesondere ermöglicht das heute einen sehr rationellen Gemüsebau, da wieder mit einem Schwerpunkt auf dem Feingemüse.

 

Ein wichtiger Schritt war im Jahr 2003 die Einführung der „halben“ Dämme mit 45 cm Abstand beim Säen von Getreide und ähnlichen Marktfrüchten. In dieser Phase halfen mir die Menschen von Bioland-Betrieben in Bayern durch Ihren engagierten und besonders fairen Einsatz.

 

 

 

Nun ist das Häufelpflug-System fertig. Ein wohlgeordneter Ackerbau ist möglich, der den Boden regelrecht „beflügelt“. Alles kann mit dem Häufelpflug gemacht werden, vom Pflügen bis zum Striegeln und zum Hacken!

 

Neben dem Dammstriegel und der Kettenschleppe gibt es 5 weitere Werkzeug-Typen im Schnellwechsel-System, mit denen blind oder offen Beikraut bis zu 100% beseitigt (also auch in den Reihen) werden kann, ohne die Kulturpflanzen zu schädigen. 

Dammkultur nach Julian Turiel
  • Facebook
  • YouTube
  • Instagram
traditionelle Dammkultur

Julian Turiel

Sander-Bruch-Str. 113 | 33104 Paderborn Deutschland

00 49 160 966 297 81 

nach Rücksprache auch per e-Mail

dammkultur@gmail.com

UID NR: DE215737176

F

© 2019 feinripp